FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
25.06.2019

Auftaktveranstaltung des „Lernenden Netzwerkes“ zwischen der Fachhochschule Bielefeld und Miele

Miele und die FH Bielefeld wollen sich intensiver vernetzen und starten unter Koordination der „Denkfabrik Digitalisierte Arbeitswelt“ ein neues Austauschformat.

Mehrere Personen sitzen verteilt an Tischen und blicken auf eine Beamer-Projektion.

Der Konferenzraum der FH Bielefeld wurde zu einer Arena für Kreativität und Ideen: Die 25 Teilnehmenden – Führungskräfte von Miele Technik, Professoren und Forschende aller fünf Fachbereiche der Fachhochschule – konnten sich moderiert durch die Mitarbeiterinnen der „Denkfabrik Digitalisierte Arbeitswelt“ mit ihren Themen und Vorschlägen intensiv einbringen. Die Interdisziplinarität brachte einen enormen Vorteil für die Teilnehmenden.  

Die Denkfabrik Digitalisierte Arbeitswelt der FH Bielefeld unter Leitung von Prof. Dr. Swetlana Franken – aktuell mit sechs wissenschaftlichen Mitarbeitern vertreten – erforscht seit 2014 die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Beschäftigung, Arbeitsaufgaben, Kompetenzanforderungen, Organisationsstrukturen und -kulturen und Führung in Forschungsprojekten. Die besonderen Kompetenzen der Denkfabrik in der Durchführung von Workshops unter Anwendung von agilen Methoden zur Ideenentwicklung wurden von einigen Vertretern der Produktion und produktionsnahen Bereichen aus der Miele Technik angefragt, um gemeinsam das „Lernende Netzwerk Miele und FH Bielefeld“ ins Leben zu rufen. Als Vorreiterunternehmen besitzt Miele ein umfassendes Knowhow in den Feldern Industrie 4.0, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz und steht in einem intensiven Austausch mit der Forschung.

Ziel der Auftaktveranstaltung war es, kurzfristig passende Formate und Instrumente für die Kooperation innerhalb ausgewählter Themenbereiche zu identifizieren und langfristig ein Netzwerk zu entwickeln, von dem beide Seiten einen klaren Vorteil erzielen.

Die Themenverantwortlichen von Miele Technik stellten dazu die einzelnen firmeninternen Cluster vor, zu denen in Kleingruppen passende Formate zur Zusammenarbeit diskutiert wurden. Die spannenden Bereiche Intralogisitk, Industrial-Engineering, Produktionstechnologie, Industrie 4.0, Arbeit 4.0, Shopfloor-Management und MWS LeanOffice wurden von den Teilnehmenden mit den Cluster-Verantwortlichen besprochen und die Ergebnisse werden für die Zukunft aufbereitet und anschließend weiterentwickelt.

Denkbar sind neben Bachelor- und Masterarbeiten vertiefende Semesterprojekte und Auftragsarbeiten, aber auch gemeinsam genutzte Labore, ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch und größere Forschungsprojekte. Realisiert werden kann das unter anderem durch Impulsvorträge von beiden Seiten und die Etablierung eines Forums für Ergebnispräsentationen der entstandenen Semesterarbeiten in Kooperation mit der Firma Miele.

Die Kooperation ermöglicht darüber hinaus, dass Studierende und Unternehmen sich kennenlernen mit dem Ziel, eine langfristige Zusammenarbeit aufzubauen. Die Denkfabrik Digitalisierte Arbeitswelt betont diesen Vorteil insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in MINT-Berufen und sieht die Weiterbildung von Beschäftigten und Nachwuchskräften für Digitalisierung und KI-Anwendungen als einen entscheidenden Erfolgsfaktor.

Die Auftaktveranstaltung wurde mit einem sehr positiven Feedback abgeschlossen. Beide Seiten haben ein großes Interesse, weiterhin in kreativen Formaten zusammenzuarbeiten und das Lernende Netzwerk langfristig zu entwickeln