FH Bielefeld
University of
Applied Sciences

Curriculum 4.0

Die zunehmende Digitalisierung unserer Lebens- und Arbeitswelt setzt neue Kompetenzen und Qualifikationsprofile von Hochschulabsolvent*innen voraus, um sie zu aktiver Teilhabe in der Gesellschaft (citizenship) und in der Arbeitswelt (employability) zu befähigen. So werden gesellschaftliche Handlungsabläufe und Arbeitswelten in Zukunft noch stärker durch komplexe Interaktionen zwischen Menschen und Maschinen geprägt sein. Arbeitnehmer*innen werden weitaus kollaborativer in interdisziplinären, interprofessionellen, branchenübergreifenden und internationalen Kontexten arbeiten müssen; in allen Arbeitsfeldern erfolgt eine Technisierung, die die souveräne Nutzung digitaler Medien unabdingbar macht.

Damit geht eine Weiterentwicklung von Studieninhalten, Lernformaten und Lehrmethoden einher. Mit dem Förderprogramm „Curriculum 4.0“ soll die Neuausrichtung und Weiterentwicklung der Studiengänge vorangetrieben und sollen curriculare Reformprojekte ausgezeichnet werden, welche die skizzierten Herausforderungen adressieren und neue Lösungsansätze aufzeigen.

Mit der neuen Vereinbarung zur Digitalisierung wird die Förderlinie in einem hochschulinternen Wettbewerb ausgeschrieben.

Ziele und Schwerpunkte der Förderung

Das Förderprogramm „Curriculum 4.0“ soll dazu beitragen, die Curricula bestehender Studiengänge weiterzuentwickeln, neue Studieninhalte aufzugreifen sowie Studien- und Lernformen an eine zunehmend durch Digitalisierung geprägte Lebens- und Arbeitswelt anzupassen. Die geförderten Projekte sollen möglichst einen gesamten Studiengang in den Blick nehmen, zumindest ist der Fokus auf curriculare Abschnitte oder mehrere Module zu legen. Projektvorschläge, die sich nur auf eine einzelne Lehrveranstaltung bzw. ein Modul beschränken, sind nicht förderungsfähig.

Förderprogramm 2021

Die Fachhochschule Bielefeld schreibt für diese Zwecke im Jahr 2021 folgendes Förderprogramm „Curriculum 4.0“ aus:

  • Die Fachhochschule Bielefeld fördert in der Förderrunde 2021 insgesamt zwei Projekte mit jeweils 80.000 € Fördersumme. Der Förderantrag muss den Betrag von 80.000 EUR ausschöpfen.
  • Eine zweite Förderrunde gleichen Umfangs wird im Jahr 2022 gestartet. Anträge für die zweite Förderrunde sind erst 2022 in einem neuen Ausschreibungsverfahren zu stellen.

Die Fördersumme von 80.000 Euro kann, je nach Bedarf, beispielsweise zur Finanzierung folgender Maßnahmen beantragt werden:

  • Unterstützung durch wissenschaftliche Mitarbeiter*innen;
  • studentische/wissenschaftliche Hilfskräfte zur projektbezogenen Unterstützung;
  • projektbezogene Sachkosten;
  • Lehraufträge zur Kompensation befristeter Deputatsreduktionen, um zeitliche Freiräume für die Planung des Lehrvorhabens zu gewinnen.

Ausgeschlossen sind Vorhaben, die in der beantragten Projektdauer bereits eine Förderung aus Mitteln der DH.NRW oder anderer Förderer erhalten.

Um den Austausch unter Lehrenden zu fördern, umfasst die Teilnahme an der Förderlinie Curriculum 4.0 zur NRW-weiten Vernetzung der Geförderten eine von der Landesportal-Geschäftsstelle sowie dem Projekt HD@DH organisierte Auftaktveranstaltung sowie anschließende Unterstützungsangebote. Außerdem soll das Projektvorhaben auf der Webseite der FH Bielefeld präsentiert werden, um die Sichtbarkeit der Innovationen zu erhöhen. Auch hochschulübergreifend sollen die Projekte über das zukünftige landesweite Onlineportal für Studium und Lehre (ORCA.nrw) vernetzt und sichtbar sein.

Die im Kontext der Förderung entwickelten Lehr-/Lernmaterialien werden im zukünftigen landesweiten Onlineportal für Studium und Lehre (ORCA.nrw) als Open Educational Resources für andere Lehrende und die Öffentlichkeit bereitgestellt. Die Bereitstellung erfolgt in der Regel unter einer der Lizenzen CC0, CC BY 4.0 oder CC BY-SA 4.0.

  

Einreichung von Anträgen

Interessierte Lehrende können sich bis zum 31.05.2021 mit einer Projektbeschreibung bewerben, die fünf bis acht Seiten (zzgl. Finanz- und Arbeitsplan) umfassen sollte. Der Förderzeitraum beginnt am 1. Juli 2021 und beträgt maximal 1,5 Jahre.

Antragsberechtigt sind alle an der Fachhochschule Bielefeld angestellten Lehrenden mit einer Lehrverpflichtung von mindestens 4 SWS.

Form des Antrags:

Bitte beschreiben und begründen Sie die geplante Studiengangsentwicklung auf 5-8 Seiten anhand der folgenden Leitfragen:

  • Welche Inhalte verändern sich aufgrund der Digitalisierung und erfordern neue oder veränderte Kompetenzziele?
  • In welchen Bereichen sind Veränderungen geplant? Geht es um Anpassungen in Pflichtmodulen, um ergänzende Wahlpflichtbereiche oder eher um (vollständige) Neukonzeptionen von Curricula?
  • Auf welche fachlichen und überfachlichen Kompetenzbereiche zielt das Vorhaben ab?
  • Welche Lehr-/Lern-/Prüfungsformate eignen sich besonders für die Umsetzung Ihres Vorhabens?
  • Auf welche Lehr-/ Lernsituationen auch in anderen Disziplinen oder an anderen Hochschulen, kann die geplante Innovation transferiert werden?
  • Welche Ziele sollen erreicht werden und wie soll der Umsetzungsprozess gestaltet sein?
Bitte beziehen Sie in Ihre Darstellung einschlägige Ergebnisse der Lehr-/Lernforschung ein.

Außerdem ist einzureichen:

  • das der Ausschreibung beigefügte, vollständig ausgefüllte Deckblatt (bei einem Antrag mehrerer Lehrender ist ein Deckblatt pro Person einzureichen),
  • eine Kurzbeschreibung des geplanten Entwicklungsvorhabens (maximal 1.000 Zeichen),
  • ein Arbeitsplan, aus dem die zeitliche Durchführung des Projekts ersichtlich ist,
  • ein Finanzierungsplan, aus dem hervorgeht, wofür die beantragten Mittel eingesetzt werden sollen.

Anträge sind unter Mitzeichnung des Dekanats oder Studiendekanats (Deckblatt) einzureichen.

Eine Wordvorlage mit vorstrukturiertem Antragsformular finden Sie in unserem Downloadbereich.

Bitte senden Sie die vollständigen Antragsunterlagen bis zum 31. Mai 2021 in elektronischer Form an Ausschreibungen-Studium-Lehre@fh-bielefeld.de.

   

Auswahlverfahren

Über die Auswahl entscheidet voraussichtlich bis Ende Juni eine Gutachter*innengruppe, die unter anderem mit Lehrenden der FH Bielefeld sowie anderer Hochschulen und einer studentischen Vertretung besetzt ist.

Maßgebliche Auswahlkriterien sind der inhaltliche Mehrwert für den Studiengang, die sinnvolle und strategische Implementierung innerhalb des Fachbereichs sowie die Darstellung eines realistischen und zielführenden Umsetzungsplans.

Die Hochschule erwartet, dass die jeweilige Fachbereichsleitung die Verantwortung für die Umsetzung des bewilligten Reformprojektes übernimmt; sie kann auch eine*n im Fachbereich anerkannte*n Wissenschaftler*in zur/zum Projektverantwortlichen bestellen.