FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
08.06.2021

Fachbereich IuM öffnet virtuell die Türen

An über 120 digitalen Infoveranstaltungen, Schnuppervorlesungen und Beratungsangeboten konnten Studieninteressierte im Rahmen der Online-Infowoche der FH Bielefeld teilnehmen.

Infotag Kollage Studienberatung

Das Ziel aller Akteurinnen und Akteure rund um die Online-Infowoche war es, die FH Bielefeld und ihr umfangreiches Angebot rund um das Studium hautnah und möglichst interaktiv vorstellen zu können, trotz pandemiebedingter Einschränkungen. Diese Herausforderung ist geglückt. Mit über 120 digitalen Infoveranstaltungen ging die FH Bielefeld am Dienstag, den 25. Mai an den Start. Bis einschließlich Samstag, den 29. Mai, konnten Studieninteressierte an Schnuppervorlesungen und zahlreichen Beratungsangeboten teilnehmen. Der Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM) hatte wie viele andere Fachbereiche seine Labore geöffnet, Podcasts angeboten, Studierendeninterviews geführt und auch eine virtuelle Ausstellung war mit im Repertoire. 

Informationsveranstaltungen

Neben den einzelnen Schnuppervorlesungen zu den unterschiedlichen Studiengängen des Fachbereichs boten die IuM-Studienfachberaterinnen Brigitte Böwingloh und Andrea Knieps einen Gesamtüberblick über die acht in Bielefeld angebotenen Bachelor-Vollzeitstudiengänge an. Vanessa Prott Warner, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dr. Marian Brackmann, Koordinator am Campus Gütersloh der FH Bielefeld, verschafften den Studieninteressierten einen Einblick in das praxisintegrierte Studienangebot in Gütersloh. Das Konzept erlaubt eine enge Verknüpfung von Unternehmenspraxis und Hochschulstudium. Die Studierenden sind dabei während des Semesters abwechselnd 11 Wochen in der Praxisphase in einem Unternehmen und anschließend in einer 12-wöchigen Theoriephase an der FH Bielefeld am Campus Gütersloh. 

Infotag Kollage Studienberatung

 

Laborrundgänge 

Unverzichtbar für einen technischen Fachbereich mit zahlreichen Laboren waren die virtuell umgesetzten Laborrundgänge, die einen authentischen Einblick in das studentische Lernumfeld boten. So öffneten unter anderem auch das Photovoltaik-Labor und das Labor für Elektrische Energiespeicher und Brennstoffzellen ihre Türen. In der von Dr. Emma Davies, Technische Geschäftsführung im Institut für Technische Energie-Systeme ITES, moderierten Veranstaltung erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass eine kooperative Promotion an der FH Bielefeld möglich ist. Die digitalen Laborführungen übernahmen die wissenschaftlichen Mitarbeiter Dirk Hansmeier und Kersten Kröger, die selbst an der FH Bielefeld studiert haben. „Bei schlechtem Wetter nutzen wir das Photovoltaik Modul mit künstlicher Lichtquelle hier im Labor. Bei gutem Wetter gehen wir mit den Studierenden zu der PV-Anlage auf dem Dach der FH Bielefeld“, erklärt Hansmeier. Kröger nimmt die Studieninteressierten mit zum Brennstoffzellenteststand in der Experimentierhalle sowie zu den Wasserstoffarbeitsplätzen. „Durch die Laborpraktika können wir Sie praxisnah ausbilden. Sie machen selbst Messungen und Versuche, Sie erleben jedes Thema nicht nur in der Theorie, was häufig mit motivierenden „Aha“-Erlebnissen verbunden ist“, versichert Kröger. Abschließend wiesen die drei darauf hin, dass auch nach Beendigung der Infowoche die Laborrundgänge und Informationsvideos, wie beispielsweise das von Prof. Dr. Jens Haubrock, aufgenommen im Labor für Elektrische Energiespeicher und Brennstoffzellen, zur Verfügung stehen (siehe Informationskasten untenstehend). 

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Beratungsangebote 

Dr. Kristina Rzehak, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich, stellte im Rahmen der Online-Infowoche die IuM-Schreibberatung vor. Hierbei geht es um die Unterstützung beim wissenschaftlichen Schreiben. Gemeinsam mit schreiberfahrenen Masterstudierenden gibt sie Feedback zu Texten. Bei Bewerbungen arbeitet die Schreibberatung eng mit dem Praxisbüro zusammen. Rzehak machte auf die unterschiedlichen Angebote wie den Workshop „Fit für die Bachelorarbeit“ aufmerksam. Auch in diesen Zeiten müsse dank der individuellen Schreibberatung per zoom und digitaler Lernräume auf nichts verzichtet werden. Sie schließt mit den Worten: „Wir hoffen, dass wir mit unseren Angeboten dazu beitragen können, dass Ihnen im Studium nie die richtigen Worte fehlen und Sie jede wissenschaftliche Arbeit zu einem guten Ende bringen können!“. 

Podcasts

Via Podcast informierten Prof. Dr. Thorsten Jungmann und Ulrike Büscher über die Studienoption namens Edu-Tech, die es den Absolventinnen und Absolventen ermöglicht Ingenieurin oder Ingenieur und gleichzeitig Lehrerin beziehungsweise Lehrer an einem Berufskolleg zu werden. „Das Edu-Tech-Programm der FH Bielefeld bietet Ihnen nach dem Bachelor of Engineering den direkten Einstieg in das Lehramtsstudium“, erklärt Ulrike Büscher, Projektkoordinatorin Edu-Tech. „Möglich ist das mit dem Master of Education, durchgeführt in Kooperation mit der Universität Paderborn“, ergänzt IuM-Professor Jungmann. Die Edu-Tech Studienoption besteht für die Studiengänge Maschinenbau, Elektrotechnik und unter gewissen Auflagen auch für Mechatronik. „Primär strebt diese Studienoption eine berufliche Tätigkeit am Berufskolleg an, eröffnet aber auch Berufsfelder mit Schnittstellen zwischen Lernen und Technik, wie die betriebliche Aus- / Fort- und Weiterbildung“, berichtet Büscher. „Wenn Sie Spaß an Ihrem Fach haben und gleichzeitig gerne mit jüngeren Menschen zusammenarbeiten oder Inhalte an Dritte vermitteln, dann melden Sie sich zu einer näheren Beratung bei uns“, schließt Jungmann (siehe Informationskasten untenstehend). 

Informationsvideos 

Unter den zahlreichen Informationsvideos ist beispielsweise auch ein Schnupperpraktikum zum Modul Verfahrenstechnik des Bachelorstudiengangs Regenerative Energien zu finden. In diesem Modul lernen die Studierenden neben den klassischen verfahrenstechnischen Grundlagen auch angewandte, forschungsrelevante Themen wie die Formulierung von Zellen und Wirkstoffen in neuartigen, biologisch abbaubaren Materialen kennen. Es werden Lehrziele und mögliche verfahrenstechnische Inhalte der forschungsstarken Arbeitsgruppe dargestellt. 

  

Ausstellungen 

Ein weiteres Highlight ist der Besuch der virtuellen Ausstellung DA VINCI 500 – Futura. Diese kann per Virtual Reality (VR) oder per Smartphone / PC besichtigt werden. Sämtliche Modelle wurden dabei von Studierenden des Fachbereichs IuM konstruiert, modelliert und animiert. „In ganzheitlichen Projekten von der Ideenskizze über Konstruktion, 3D Modellierung und Animation bis hin zur Präsentation in virtueller Form wird den Skizzen von Leonardo da Vinci auf diese Weise Leben eingehaucht und somit eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der Zukunft geschlagen“ verrät uns Andreas Wollensak, Projektleiter und Kurator der DA VINCI 500 Ausstellung. Die Ausstellung lädt neben Studieninteressierten auch Studierende ein, einen Einblick in die digitalen Arbeitsstrukturen des DA VINCI 500 Teams zu bekommen und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit kennenzulernen.

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Studierendeninterviews 

Das schon aus den Vorjahren beliebte Format meetING, wurde vom Schüler*innenlabor experiMINT der FH Bielefeld in diesem Jahr online umgesetzt. Dabei handelt es sich um ein Interviewangebot von Studierenden für Studieninteressierte. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zu unserer Freude gut vorbereitet und sehr interessiert, so dass schöne Gespräche entstanden sind“, verrät Silja Stark, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Schüler*innenlabor experiMINT. Gestartet wurde mit einer Fotostrecke, die vom Haupteingang der FH Bielefeld, vorbei an Bibliothek, Information, und Cafeteria über die Magistrale bis hin zum Schülerlabor führte. „Wir wollten den Studieninteressierten damit einen Einblick in die Hochschule geben, den sie auch sonst erfahren, wenn sie uns im Schülerlabor besuchen“, so Stark weiter. Im Anschluss stellten sich drei Studierende den Fragen der MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik)- interessierten Schülerinnen und Schüler. Sie berichteten zunächst von ihrem ganz persönlichen Werdegang, bevor sie offen auf Fragen zur Wohnungssuche, der Studienfinanzierung, dem Ablauf der Klausuren, dem Anspruch der Lehrinhalte oder auch dem studentischen Leben in Bielefeld antworteten. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schülerlabors unterstützen in lockerer Atmosphäre die Studierenden, gaben zusätzliche Tipps und ermutigten die Studieninteressierten keinerlei Scheu in Bezug auf ihre Fragen zu haben. „Ich bin bereits zum sechsten Mal dabei und von diesem Format überzeugt. Im Unterschied zu anderen Beratungsangeboten ist die Hemmschwelle, auch sehr private Fragen loszuwerden, eher gering. Eine typische Frage, die immer wieder auftaucht, ist die nach der Mathematik. Ich erkläre den Schülern dann gerne, dass sie in der Schule das Handwerkszeug lernen, welches sie im Studium an konkreten Fragestellungen anwenden können. Wenn ich auch nur einem in seiner Entscheidungsfindung geholfen habe, dann hat sich der Einsatz gelohnt“ so die Überzeugung von Kirill Wulfert, studentischer Mitarbeiter des Fachbereichs IuM. (th)