FH Bielefeld
University of
Applied Sciences

Sie fragen – wir antworten! Rund ums Wintersemester, Corona und mehr

NEU

Mit der E-Mail vom 22. September 2020 haben wir Sie dazu aufgerufen, uns Ihre Fragen zum kommenden Wintersemester zu stellen. Wir haben Ihre Fragen gesammelt und die Beantwortung wie angekündigt nun in einem Video für Sie aufgenommen.

Das Video beinhaltet die Fragen zu den vier Blöcken:

  • Allgemeines zum Wintersemester
  • Präsenzveranstaltungen
  • Prüfungen
  • Praktika

Die Fragen werden beantwortet durch:

  • Prof. Dr. Ulrich Schäfermeier, Vizepräsident für Studium und Lehre, in Vertretung für das Präsidium
  • Prof. Dr. Michael Stricker als Sprecher der Dekan*innen für die Fachbereiche
  • Alexander Wiehage, Leiter des Dezernats Studium und Lehre, zu dem u.a. der Studierendenservice gehört

Ihre Fragen zum Wintersemester 2020/2021

Aktueller Hinweis

Drehtermin des Videos war Dienstag, 13. Oktober 2020. Aufgrund der dynamischen Entwicklung der Inzidenzwerte beobachten wir die aktuelle Lage genau und müssen außerdem entsprechende Erlasse des Ministeriums abwarten. Uns ist weiterhin daran gelegen, dort Präsenz zu ermöglichen, wo es die Lehre erfordert. Wir können jedoch nicht ausschließen, dass stellenweise wieder auf Online-Formate zurückgegriffen wird. Unter dieser Prämisse fand in den vergangenen Monaten die Lehrplanung an den Fachbereichen bereits statt.

Bei weiteren Fragen zum Studium in Coronazeiten können Sie an die E-Mail-Adresse gesundheitsschutz@fh-bielefeld.de schreiben. Bei spezifischen Fragen zu Ihrem Studiengang, Prüfungen oder Fachbereich wenden Sie sich bitte direkt an Ihre Studiengangsleitung.

Die aktuellen fachbereichsübergreifenden Regelungen finden Sie auf der Informationsseite Covid-19: https://www.fh-bielefeld.de/hochschule/aktuelles/informationen-covid19-studierende.

 

Schriftliche Übersicht der Fragen und Antworten

Einleitung durch Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, Präsidentin der FH Bielefeld

Vorweg möchte ich die Gelegenheit nutzen, darauf einzugehen, warum wir als FH Bielefeld immer noch darauf bedacht sind, die Präsenz in der Hochschule und damit auch die Kontakte auf das notwendigste zu reduzieren, während Fußballstadien sich wieder füllen und Schulen zu einem fast normalen Betrieb zurückgekehrt sind. Auch danach haben uns Studierende gefragt.

  • Zum einen sind wir als Hochschule entsprechend technisch und logistisch ausgestattet. Digitale Lehre war auch vor Corona schon für uns wichtig und die Umstellung funktionierte insgesamt gut. Wir können digitale Lehre machen.
  • Viele Lehrinhalte können nicht nur technisch, sondern auch didaktisch gut aus der Distanz vermittelt werden.
  • Und für Sie als Studierende bedeutet Studium auch, sich selbst organisieren und eigenständig lernen zu können – das ist sicher auch ein ganz wichtiger Unterschied zu den Schulen.
  • Auch bei den Prüfungsformaten können wir auf ganz andere Möglichkeiten zurückgreifen.
  • Und es gibt den räumlichen Aspekt: In den Schulen haben wir Klassenverbände, also feste Gruppen und insgesamt überschaubare Zahlen. An den Hochschulen reden wir von ganz anderen Größenverhältnissen. Hier im Hauptgebäude in Bielefeld sind im normalen Lehrbetrieb bis zu 8.000 Personen über den Tag verteilt im Gebäude, in vielen Lehrveranstaltungen sind meist alle Sitzplätze besetzt, ein Abstand halten ist also schwer oder gar nicht möglich.
  • Man kann auch davon ausgehen, dass das Einzugsgebiet bei Studierenden wiederum viel größer ist als bei Schülerinnen und Schülern.
  • Hinzu kommt, dass es Personen / Studierende und auch Lehrende gibt, die momentan auch einfach gar nicht an die FH kommen möchten. Weil sie zur Risikogruppe gehören durch chronische Krankheiten oder durch ihr Alter oder weil sie aus anderen Gründen Angst vor einer Ansteckung haben.
  • Es gibt noch weitere Gründe, die für die Einschränkungen sprechen. Auch unsere Beschäftigten sind weiterhin weitestgehend im Home-Office, da wir es uns natürlich auch nicht erlauben können, dass ganze Bereiche in Lehre oder Verwaltung ausfallen.
  • Und aktuell beobachten wir zudem steigende Infektionszahlen.  
  • Als recht große Einrichtung mit über 10.000 Studierenden an drei Standorten und fast 1.000 Beschäftigten brauchen wir relativ langfristige Planungssicherheit und können nicht so agil sein wie kleinere Einrichtungen. Deshalb halten wir am eingeschränkten Präsenzbetrieb bis auf weiteres fest.
  • Wenn man also all die Rahmenbedingungen betrachtet, müssen wir auch unserer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen, die Kontakte so gut es geht zu reduzieren, weil es eben MÖGLICH ist.
Allgemeines zum Wintersemester 2020/2021

Wie wird das Semester ablaufen? Wann beginnt und endet das Semester und die Vorlesungszeit?

Praktika und Veranstaltungen mit Erst-/Zweitsemestern werden zum Teil und nach Möglichkeit in Präsenz durchgeführt. Die Formate sollen so angepasst werden, damit die Studierenden untereinander und mit den Lehrenden in einen Austausch treten können.

Der reguläre Vorlesungsbetrieb beginnt am 2. November und endet am 29. Januar 2021.

Die Vorlesungszeit endet also wie unter normalen Bedingungen. Uns ist bewusst, dass der Workload für Sie vor allem im Sommersemester gestiegen ist, dies wurde von uns an die Lehrenden weitergegeben und soll im kommenden WS 2020/21 verbessert werden.

Die Stundenplanung ist an den Fachbereichen nun abgeschlossen und seit Mitte Oktober auch veröffentlicht. Bitte informieren Sie sich auf der Website zu aktuellen Änderungen.

Wir bitten Sie, spezifische Fragen zu den Prüfungszeiträumen an Ihre Studiengangsleitung zu richten. Es ist leider keine pauschale Aussage möglich, aufgrund der unterschiedlichen Handhabung in den Fachbereichen.

Die Semesterzeiten an sich bleiben unverändert: Das Wintersemester hat offiziell am 1. September 2020 begonnen und endet am 28. Februar 2021.

Kann die FH Card validiert werden, ohne dafür vor Ort zu sein?

Eine Validierung der FHCard ist nur an den Standorten der FH vor Ort möglich, da dazu ein spezielles Lesegerät und ein Thermo-Drucker benötigt werden, die in den Validierungsgräten verbaut sind. Ein Versand der Karte per Post zur Validierung ist nicht möglich. Das ist auch in der Ordnung zur FHCard festgehalten, da die FHCard nicht aus der Hand gegeben werden darf.

Studierende aller Standorte können die Validierungsautomaten in Bielefeld, Minden und Gütersloh nutzen. Bitte informieren Sie sich im Vorfeld über die Öffnungszeiten und Zugangsmöglichkeiten zu den Gebäuden auf der Covid-19-Informationsseite.

Gibt es weitere Auswirkungen auf die Regelstudienzeit? Wird die RSZ um ein weiteres Semester verlängert?

Die Entscheidung zur Regelstudienzeit wird auf Bund-Länder-Ebene getroffen. Wir setzen uns für eine gerechte Lösung für alle Studierenden ein und versuchen entsprechend bei der Landesrektoren-Konferenz hierauf hinzuwirken.

Wie wird mit den Semesterbeiträgen umgegangen? Wie setzen sie sich zusammen? Wieso steigen die Gebühren, wenn die Leistungen zurückgehen?

Der Semesterbeitrag setzt sich aus den Kosten für das Semesterticket, dem Sozialbeitrag an das Studierendenwerk und dem Beitrag an den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) zusammen.

Die laufenden Kosten des Studierendenwerkes bleiben u.a. weiterhin bestehen. Wir stehen daher im Austausch mit dem Studierendenwerk und versuchen darauf hinzuwirken, dass das Angebot der Mensa und Cafeterien wieder stückweise ausgebaut wird.

Wie sieht aktuell die Möglichkeit aus, Räume zum Lernen in der FH zu nutzen?

Grundsätzlich befinden wir uns auch im WS 2020/21 in einem eingeschränkten Präsenzbetrieb. In der Bibliothek und im Lernzentrum stehen Einzel-Arbeitsplätze zur Verfügung, die im Vorfeld gebucht werden können. Eine spontane Nutzung ist nur dann möglich, wenn Lernplätze kurzfristig frei werden. An dem Prinzip der Voranmeldung wird festgehalten. Auch die Gruppenräume stehen derzeit nur mit Einzelplätzen zur Verfügung. Die Nutzung von Lernräumen in den Fachbereichen ist aktuell in Vorbereitung. Die Computerräume stehen zurzeit nicht zur Verfügung.

Wird es Alternativen zu eher inoffiziellen Formaten geben? Wie z.B. schwarzes Brett, Aushänge an Bürotüren und Fluren oder das Auslegen von Zeitschriften

Einige Fachbereiche nutzen derzeit schon ein virtuelles schwarzes Brett, das Mitteilungsboard oder E-Mail-Verteiler, über die Aushänge und Gesuche veröffentlicht werden könnten.

Eine Zeitschriftenverteilung wird nicht möglich sein, da der Aufenthalt in der FH nur in den gebuchten Lernräumen möglich ist und zu den jeweiligen Präsenzveranstaltungen. Es wird darum gebeten, sich nicht ohne triftigen Grund im Gebäude aufzuhalten.

Präsenzveranstaltungen

Ein großer Teil der Veranstaltungen in diesem Semester, insbesondere für die Studierenden ab dem 3. Semester, wird in digitaler Form stattfinden. Die Fachbereiche, die praktische Lehrveranstaltungen anbieten, haben in den vergangenen Monaten daran gearbeitet, dass einige Praktika in Präsenz stattfinden können.

Werden alle Präsenzveranstaltungen alternativ auch digital zur Verfügung gestellt? Sind die Präsenzveranstaltungen Pflicht?

Präsenzveranstaltungen während der Pandemie sind keine Pflichtveranstaltungen. Module die in Präsenz stattfinden, werden in irgendeiner Form den Studierenden auch digital angeboten oder die Lehrinhalte zur Verfügung gestellt. Die Form steht den Lehrenden frei. Wir wirken darauf hin, dass kein Nachteil entsteht.

Welche Möglichkeiten haben Studierende, die zwischen Präsenzveranstaltungen ggf. warten müssen?

Bei der Stundenplanung wurde berücksichtigt, dass keine Wartezeiten zwischen Präsenz-Lehrveranstaltungen entstehen - so überhaupt zwei Präsenzveranstaltungen an einem Tag stattfinden. Falls dies doch der Fall sein sollte, werden wir uns um Aufenthaltsräume bemühen. Außerdem soll ein problemloses Pendeln zwischen Präsenz- und Online-Formaten möglich sein.

Können die Vorlesungen auch nach Ende der Pandemie weiterhin aufgezeichnet und zur Verfügung gestellt werden?

Während der Pandemie soll es immer eine Alternative zu Präsenzveranstaltungen geben (Livestreaming, Aufzeichnung, Materialien, ...). Die gewählte Variante liegt in der Verantwortung der Lehrenden.

Nach Corona wird damit gerechnet, dass sich Lehre gewandelt hat.
Hier kann daher noch keine pauschale Aussage getätigt werden. Es ist abhängig vom jeweiligen Fachbereich/Studiengang und liegt in der Verantwortung der Lehrenden, ob sie dies anbieten möchten.

Prüfungen

Am 20. April wurde die sogenannte Corona-Epidemie-Ordnung an der FH Bielefeld erlassen und seitdem immer wieder ein Stück weit aktualisiert. Möglich ist diese separate Ordnung durch die Corona-Epidemie-Hochschulverordnung des Landes NRW. Uns erreichten nun auch Fragen dazu, ob und bis wann die Corona-Prüfungsordnung verlängert wird.

Laut dieser Landesverordnung würde die Corona-Ordnung der FH am 31.12.2020 außer Kraft treten. Der Zeitraum soll allerdings vom Land verlängert werden. Der Entwurf der nächsten Fassung liegt bereits vor, ist aber noch nicht beschlossen.

Die Verlängerung auf Landesebene vorausgesetzt gilt die Corona-Ordnung der FH Bielefeld dann bis zum 31. März 2021.

Ob und ggf. wann die Regelung der Hochschule über den 31.03.2021 hinaus verlängert wird, muss noch entschieden werden. Nur in dem Fall einer entsprechenden Ermächtigung auf Landesebene könnten wir unsere hochschuleigene Ordnung durch einen Beschluss der Hochschulleitung ändern. Möglich wäre sonst ggf. eine Änderung der Prüfungsordnungen durch die Fachbereiche.

Sie finden die Corona-Ordnung der FH bei den jeweiligen Prüfungsunterlagen Ihres Studiengangs und auf der Website unter dem Stichwort „Prüfungsangelegenheiten: Ordnungen und Modulhandbücher“.

Werden im Wintersemester die Prüfungen wieder online angeboten oder wird es auch Präsenzprüfungen geben?

Wir haben bereits gute Erfahrungen mit Präsenzklausuren im Hauptgebäude gemacht, außerdem haben die ersten Klausuren in der Stadthalle stattgefunden. Im Wintersemester wird daher beides ermöglicht und es wird sicherlich mehr Präsenzprüfungen geben. Generell werden alle Prüfungsformate beibehalten. Welche Prüfungsform gewählt wird, wird in den Fachbereichen entschieden und können Sie dann den jeweiligen Prüfungsplänen entnehmen.

Ist es im WS 2020/21 wieder möglich, sich bei Prüfungen für Fremdleistungen anzumelden?

Laut Rahmenprüfungsordnung (RPO) sind Prüfungen in Fremdleistung nicht möglich, es sei denn der Prüfungsausschuss hat etwas anderes entschieden, wie etwa am Fachbereich Wirtschaft. Dort sind sie zugelassen, wenn in dem eingeschriebenen Studiengang 30 Credit Points erreicht wurden. Am Fachbereich Sozialwesen sind Fremdleistungen nicht möglich. An Fremdvorlesungen kann teilgenommen werden.

Wird es wieder die Möglichkeit für eine Prüfungseinsicht geben?

Wir sind dabei eine Lösung für das WS 2020/21 zu finden, um eine Einsicht wieder allen Studierenden zu ermöglichen. Bisher kann jede*r mit einem Rechtsschutzinteresse, z.B. wenn jemand durchgefallen ist, seine Prüfung nach vorheriger Anmeldung und Absprache einsehen.

Nachteilsausgleich           

Fragen zum Nachteilsausgleich können tlw. nur studiengangsspezifisch beantwortet werden. Hierfür möchten wir Sie bitten, sich an die jeweiligen Studiengangsleitungen zu wenden.

Praktika

Die eingegangenen Fragen zu den Praktika können tlw. nur studiengangsspezifisch beantwortet werden. Hierfür möchten wir Sie bitten, sich an die jeweiligen Studiengangsleitungen zu wenden.

Laut Corona-Epidemie-Ordnung gilt:

Sollten Studierende durch Umstände, die durch die Epidemie verursacht sind, ein Praktikum nicht absolvieren können, so kann der Prüfungsausschuss im Einzelfall alternative Leistungen als Praktikumsersatz anerkennen, welche im Vorfeld durch die betreuende Person festgelegt wurde. Dies gilt auch für Praktika im Ausland.

Bei der Suche nach Praktikumsplätzen kann auch das Stellen- und Praxisportal der FH helfen. Außerdem unterstützen Sie die Ansprechpartner*innen in den Praxisbüros der Fachbereiche.

Werden Praktika (bspw. Laborpraktika) wieder in Präsenz durchgeführt?

Möglichkeiten zur Durchführung Praktika in Präsenz wurde in allen Fachbereichen geprüft und evaluiert und v.a. im MINT-Bereich sollen diese wieder unter Einhaltung der Hygienevorschriften ermöglicht werden. Die Herausforderungen sind allerdings sehr hoch, es bedarf u.a. einer intensiven Reinigung und tlw. geben die Räumlichkeiten einen Betrieb mit mehreren Personen nicht her.

Es kann keine grundsätzliche Aussage getroffen werden, welche Praktika wieder angeboten werden. Wir bitten Sie, sich im Einzelfall an Ihre Studiengangsleitung zu wenden.