FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
01.11.1996

17. Bielefelder Symposium über Fotografie und Medien

"Telematische Gesellschaft".
Identität im Netz.

In Zusammenarbeit mit der Studentengruppe MANUAL.


Es geht um die Frage, inwieweit persönliche und künstlerische Identität in den Netzen einer "Telematischen Gesellschaft" - ein Ausdruck des Medienphilosophen Vilém Flusser -, heute und in Zukunft gewahrt und entwickelt werden kann. Der klassische Identitätsbegriff von der ganzheitlichen Persönlichkeit verschiebt sich in immer schnellerem Tempo hin zu der Vorstellung des Menschen als Schnittstelle innerhalb eines Netzgebildes. Die Grenzen zwischen neuronalen, apparativen und sozialen Funktionen verschwimmen zusehends. Verschwindet der Mensch mit seiner individuellen Geschichte und Eigenart in den entstehenden Realitätsebenen oder wird seine Identität hier neu definiert?


Veranstalter:

Studienrichtung und Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt Fotografie und Medien am Fachbereich Design der Fachhochschule Bielefeld.
Idee und Organisation: Studentische Projektgruppe 'Manual'.


Referentinnen und Referenten, Themen:

  • Ferdinand Fellmann: Der Ort der Kunst im Medienzeitalter
  • Norbert Schläbitz: Stilvoll und Still - Die Kunst des Netzes.
  • Horst Ahlheit: Intermedia: Begriff und Wirkung.
  • Catherine de Courten, Matthias Mayer: "Ich sehe was, was Du nicht siehst". Ein Gespräch zwischen KaspaH und dem memagenten.
  • Jörg Sasse. Vorstellung eigener Arbeiten.
  • Hans Peter Schwarz: Das Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe: Beispiel eines modernen Alchimistenlabors.
  • Pascal Petignat: "Home Sweet Home". 'Heimaten' in einer Zeit grenzenloser Mobilität.
  • Martin Roman Deppner: Androgynität als Identität in digitaler Zeit. Zwischen Konstruktion und Leiberfahrung.
  • Sabeth Buchmann: Das Medium ist nicht die Botschaft. Kritik der kulturellen Konstruktion der neuen Technologien im Kontext postmoderner Medienkritik und poststrukturalistischer Medientheorie.
  • Rineke Dijkstra. Vorstellung eigener Arbeiten.
  • Arjen Mulder: Leben ohne Identität: Wie geht das?

 
Ausstellung in der Hochschulgalerie:

"home, sweet home": Arbeiten der Züricher Fotoklasse.


Themenbezogene Ausstellungen in der Kunsthalle Bielefeld:

  1. Diane Arbus. Fotografien ohne Titel 1969-1971.
  2. Uschi Dresing, Paul Hartjens, Veit Mette, Hermine Oberück: Irren ist menschlich. Fotografien von und mit behinderten Menschen