FH Bielefeld
University of
Applied Sciences

Nanofaservliese als Substrate für künstliche Fotorezeptoren zur Entwicklung von Retinaimplantaten (NanoFoRe²)

Nanofaservlies, Nanofaser, Elektrospinnen, Nanospinnen, Fotorezeptoren, Retinaimplanta

Fachhochschule Bielefeld
Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik
Interaktion 1
33619 Bielefeld           Ehrmann - NanoFoRe²

Laufzeit
22.6.17-21.11.17

Projektförderung
Fachhochschule  Bielefeld

Kurzbeschreibung
Mittels des Elektrospinn-Verfahrens können Nanofaservliese aus verschiedensten Polymeren und mit unterschiedlichen Faserdurchmessern hergestellt werden. Während die grundlegende Technologie bereits lange bekannt ist, werden heutzutage sowohl die maschinenbauliche Seite weiterentwickelt als auch neue Polymere und ihre Stabilisierung nach dem Spinnprozess erforscht.

Von besonderem Interesse ist momentan der Bereich des „Green Electrospinning“, in dem keine schädlichen Lösemittel verwendet werden. Bei diesen häufig wasserbasierten Spinnprozessen treten neue Probleme auf, die einerseits mit der langsameren Trocknung des Nanovlieses und andererseits der notwendigen anschließenden Vernetzung zusammenhängen.

Aufbauend auf den bisherigen Erfahrungen der AG „Textile Technologien“ im Green Electrospinning mit unterschiedlichsten (Bio-)Polymeren werden in dem beantragten Projekt biokompatible Materialien untersucht werden, die sich als Substrate für künstliche Fotorezeptoren zur Entwicklung von Retinaimplantaten eignen. Die Herausforderung besteht darin, Nanofaservliese zu entwickeln, die einerseits wasserfest sind, andererseits auch Chloroform widerstehen (das in der bisherigen Forschung zu künstlichen Fotorezeptoren auf Glassubstraten eingesetzt wird und voraussichtlich nicht sofort ersetzt werden kann) und nicht zuletzt eine optimierte Basis für die Integration bzw. Adhäsion der künstlichen Fotorezeptoren bietet. Wenn es gelingt, diese Anforderungen zu erfüllen, stellen die feinen, leichten, stabilen Nanofaservliese mit in weiten Bereichen einstellbaren physikalischen und chemischen Eigenschaften ein ideales Substrat für die spätere Implantation in das Auge dar.

Gemeinsam mit den Projektpartnern wird in dem beantragten Projekt die Basis geschaffen, einen erfolgreichen DFG-Antrag zur intensiven Erforschung dieses Themas zu stellen, indem einerseits diese grundlegenden Vorversuche im Bereich des Elektrospinnens durchgeführt werden und andererseits die Expertise der Arbeitsgruppe an der FH Bielefeld durch eine referierte Publikation zu diesen speziellen Aspekten des Elektrospinnens belegt wird.

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