FH Bielefeld
University of
Applied Sciences

GAMB – Geschlechterbezogene Analyse von Möglichkeiten und Barrieren klimaschützender Haushaltsaktivitäten

Geschlechterspezifisches Umweltverhalten, Reduktion des CO2-Ausstoßes


Fachhochschule Bielefeld
Fachbereich Campus Minden
Ringstr. 94
32427 Minden


Projektleitung
Prof. Dr. Ing. Grit Behrens

Vertretung
Prof. Dr. Sebastian Bamberg, FH Bielefeld, FB Sozialwesen

Projektbeteiligung
Björn Klaus, Umweltamt der Stadt Bielefeld

Laufzeit
01.04.2014 - 31.12.2015

Projektförderung
Fachhochschule Bielefeld - Hochschulinterner Forschungsfonds im Rahmen der frauen- und geschlechterbezogenen Forschung

Kurzbeschreibung
In dem Vorhaben werden die Potentiale und Barrieren einer klimaschonenden Gestaltung alltäglicher Haushaltsaktivitäten aus einer dezidiert geschlechterbezogenen Perspektive analysiert. Dabei wird die These empirisch untersucht, dass die Organisation/Durchführung von klimaschutzrelevanten alltäglichen Haushaltsaktivitäten nach wie vor primär von Frauen übernommen wird. Es wird vermutet, dass besonders bei knappen Haushaltseinkommen die aus der Belastung von Beruf und Haushaltsführung resultierenden Überforderungsgefühle dazu führen, dass sich Frauen gezwungen fühlen, auf schnelle, bequemere, aber leider oft auch wenig klimaschonende Haushaltsaktivitäten zurückzugreifen.
Neben der geschlechterbezogenen Analyse schon vorhandener großer Datenbestände soll diese These im Rahmen einer zusätzlichen empirischen Befragung sowie qualitativer Interviews untersucht werden. Mögliche Implikationen der Befunde für die Entwicklung von unterstützenden Angeboten auf kommunaler Ebene in Bielefeld sollen erkundet werden. Ferner sollen sie zu einer geschlechterspezifischeren Überarbeitung des von der Stadt Bielefeld eingesetzten Verhaltensänderungstools benutzt werden.

Ziel ist es, analytische Aussagen zu treffen und zu visualisieren auf Grundlage empirisch gewonnener Daten sowohl über geschlechterspezifisches Umweltbewusstsein, -verhalten sowie -verhaltensänderung, als auch über die Wirksamkeit von genderzentriertem Design von Webseiten.

Es sollen messbare Steigerungen der Benutzerfreundlichkeit des Umweltportals für jede Geschlechtergruppe differenziert erzielt werden und dadurch auch eine messbar größere Senkung des CO2-Ausstoßes der Bielefelder Bevölkerung motiviert werden. Die geschlechterspezifischen Forschungsergebnisse sollen medienwirksam z.B. in der Presse und auf der Bielefelder Klimaschutzwoche vorgestellt und mithilfe von Marketingmaterial verbreitet werden.