FH Bielefeld
University of
Applied Sciences

Unterstützung des Selbstmanagements pflegender Kinder am Beispiel von Familien mit Suchterkrankungen (förges 2)

Suchterkrankung– Kind- Eltern- Prävention- Hilfe 

Fachhochschule Bielefeld
Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit
Interaktion 1
33619 Bielefeld 

Projektbeteiligung
Caritasverband Düsseldorf e. V.
Dieses Projekt ist Teil des Verbundes Nutzerorientierte Versorgung:
Förderung der Gesundheitskompetenz und des Selbstmanagements bei chronischer Krankheit und Pflegebedürftigkeit (FörGes)          Logo_Stiftung Wohlfahrtspflege NRW                                  

Laufzeit

01.05.2018 - 31.03.2021

Projektförderung
Stiftung Wohlfahrtspflege des Landes NRW im Rahmen der Förderlinie „Pflege Inklusiv“ 

Kurzbeschreibung
Kinder und Jugendliche, deren Eltern an einer psychischen Erkrankung wie z.B. einer Sucht leiden, sind mit einer Vielzahl an Herausforderungen konfrontiert. So übernehmen sie im familiären Setting auf der einen Seite bereits sehr früh unterschiedliche Pflegeaufgaben, um eine tragfähige familiäre Tagesstruktur aufrecht zu erhalten, auf der anderen Seite befürchten sie gesellschaftliche Stigmatisierungen durch z.B. Peers, weshalb sie in der Regel bestrebt sind, die elterliche psychische Erkrankung vor Außenstehenden zu verbergen. Hinzu kommt die häufig bestehende Unwissenheit über Verlauf und mögliche Konsequenzen der elterlichen psychischen Erkrankung. Diese Lebenssituation kann sich negativ auf die Gesundheit und Entwicklung des Kindes auswirken und führt zu einem erhöhten Risiko des Kindes, selbst im Laufe des Lebens psychisch zu erkranken. Intention des Projektes ist es daher, eine präventiv ausgerichtete pflegerische Intervention zu entwickeln die darauf abzielt, die Kinder im familiären Kontext zu unterstützen indem sie Entlastung bei der Übernahme der Pflegeaufgaben bietet bzw. über Möglichkeiten der Entlastung informiert, soziale Unterstützung gewährleistet und über den Verlauf sowie mögliche Konsequenzen der elterlichen Erkrankung informiert. Dabei wird an Interventionen gedacht, die die Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellen und gleichermaßen darauf ausgerichtet sind, das familiäre Zusammenleben zu stabilisieren. Auf diese Weise soll einer psychischen Erkrankung des Kindes präventiv entgegengewirkt werden, zugleich sollen die Kinder und Jugendlichen in ihrer größtmöglichen Lebensqualität, Autonomie und Teilhabe gefördert werden.